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Salzgewinnung PDF  | Drucken |  E-Mail

Bereits im Jahre 1346 wurde Sulzbach als „solzpach“ urkundlich erwähnt, denn über die salzhaltigen Einlagerungen im „Geiseknopp“ (Anhöhe südlich des Salzbrunnenhauses) war man bereits früh informiert.

„Der Salzbrunn, so zu Sulzbach ist, aufgethan und gebraucht, also das saltz alda gesotten und gemacht“ steht in einer Urkunde aus jener Zeit, nachdem 1549 der Zweibrücker Pfalzgraf Wolfgang endlich dem Grafen Philipp zu Nassau – Saarbrücken seinen Anteil am Dorf Sulzbach übergab.

Das Salz war teilweise in den unter der Erde liegenden Salzlagern gebunden und wurde durch das einsickernde Regenwasser dem Grundwasser zugeführt. Dieses salzhaltige Wasser (= Sole) blieb entweder auf wasserundurchlässigen Gesteinsschichten stehen oder floss auf geneigtem Gelände ab. Die Sole zu fördern, um daraus Salz zu gewinnen, war sehr mühsam. Die aus Meerwasser oder aus einem Salzbergwerk gewonnen Salze standen zur damaligen Zeit in unserer Region nicht zur Verfügung. Der Transport aus den lothringischen Salzlagern war aufwendig und teuer (Wegezoll), aber auch gefährlich (Wegelagerer), deshalb war die einzige Salzgewinnungsanlage in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken - obwohl der Salzgehalt eher gering war - sehr bedeutend. (weiterführende Literatur: Nassau-Saarbrücker Salzgewinnung im Sulzbachtal von Karl Ludwig Jüngst)

Während der Führung mit dem Salzknecht wird der Salzgewinnungsprozess in der Zeit von 1549 - 1736 anschaulich erläutert, auch der Brunnen aus dem Jahre 1549, der sich noch heute unter dem Salzbrunnenhaus befindet, kann besichtigt werden.

 Sie erhalten Informationen

  • über die technische Entwicklung von einem einfachen Hebewerk, über eine „Pferdemanege“ bis hin zur Förderung der Sole mit Hilfe von Wasserrädern,
  • warum der geheimnisvolle „fürstliche Salzdirektor“ Joseph Todesco den ursprünglichen Brunnen im Jahre 1730 von damals 8 auf etwa 20 Meter Tiefe führen ließ
  • anhand der Nachbauten der wichtigsten Funktionselemente einer Salzgewinnungsanlage, wie ein Gradierwerk zur schnelleren Konzentration des Salzgehaltes beitragen konnte.
  • Und vieles mehr…

Besuchen Sie im Anschluss die Schürfstelle und nehmen Sie Ihre Fundstücke mit nach Hause

3,00 €/Stunde pro Schürfer, inkl. Fundstücke
Öffnungszeiten:
April-Oktober täglich außer montags                     

  • 13:00 - 14:00 Uhr
  • 14:15 - 15:15 Uhr
  • 15:30 - 16:30 Uhr


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