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Rückblick - Gebet der Religionen PDF  | Drucken |  E-Mail

Der Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ hatte zum gemeinsamen Gebet eingeladen.

Der Sri Maha Mariamman Tempel Saar e. V., die katholische Pfarreiengemeinschaft Sulzbach, die Türkisch-Islamische Gemeinde Sulzbach, die evangelische Kirchengemeinde Sulzbach und Neuapostolische Kirche Sulzbachtal haben, eingesteuert vom Arbeitskreis „Gebet der Religionen“,  am vergangenen  Donnerstag im gut besuchten Salzbrunnenhaus einen Gebetsabend gestaltet. Verbunden hat die Gruppierung verschiedener Glaubensrichtungen das Motto  „Für die Opfer von Gewalt“ .Der Arbeitskreis hatte das gemeinsame Thema gestellt. Bürgermeister Michael Adam begrüßte die zahlreichen Gäste. Adam betonte, es sei ein ganz besonderer Augenblick, wenn die Glaubensgemeinschaften an einem neutralen Ort zusammen kämen. Und tatsächlich konnte der Besucher des Gebetsabends miterleben, wie durch die verschiedenen Beiträge der Religionsoberhäupter der Kulturort einen Anklang von religiöser Andachtsstätte gewann.

Heike Kneller-Luck, die Moderatorin des Arbeitskreises, fasste die Arbeit im Arbeitskreis als fruchtbar zusammen. „Unsere jährliche Veranstaltung des Gebetes der Religionen steht dieses Jahr unter dem Motto „Opfer von Gewalt“, denn in unserer Zeit kommt man um die Themen Terror, Islamischer Staat und um die Anschläge von Berlin und Paris nicht herum“. Kneller-Luck stellte verschiedene Facetten von Gewalt in den Raum. Der Priester Sakithasan Sammagasarma vom Sri Maha Mariamman Tempel schloss sich den Themen an. Er brachte sich summend in den meditativen Gebetsritus der Hindus und sprach die Gebetstexte auf Indisch. Vorbeter Sugeevan Jegatheesan übersetzte: „Alle Regelungen sollen im Einklang gegen Gewalt sein“, so Jegatheesan. Mohadera Premanandha begleitete mit Rhythmen auf einem landestypischen Trommelinstrument. Musikalisch umrahmt wurde der Gebetsabend von Uwe Brand, Leiter der Musikschule Sulzbachtal/- Fischbachtal.

Bemerkenswert war, wie der Pianist in der Auswahl der Klavierstücke in sensibler Weise das Thema Gewalt und Trauer auf musikalischen Weg reflektierte. Alle Musikbeiträge kündigte Brand persönlich an und gab dabei einen kurzen, musikhistorischen Einblick in die Entstehungshintergründe der Stücke. Von dort aus konnte man den Bezug sofort erschließen. Pastor Manfred Kostka schloss mit Auszügen aus der Bergpredigt an. Mit Achtsamkeit, Respekt, Toleranz und Liebe solle man dem Menschen begegnen. Anneliese Maas sprach das anschließende Gebet. Der muslimische Vertreter Kani Öçsoy trug auf Türkisch Koranverse vor, die von Ahin Halici übersetzt wurden. Christoph Jank von der evangelischen Kirche befasste sich mit den Opfern der Terroranschläge von Paris und Berlin und in weiteren Orten. Wolfgang Becker von der Neuapostolischen Kirche mahnte dazu, sich nicht verleiten zu lassen, die Opferrolle einzunehmen. Achim Eisel, ebenfalls von der Neuapostolischen Kirche, setzte mit den beiden Begriffen Gewalt und Opfer auseinander.

Uwe Brand rundete den Abend mit Ravel’s „Pavane pour un infante défunte“ ab. Mit dem impressionistischen Klavierstück über eine verstorbene Prinzessin setzte Brand Akzente im Hinblick auf den christlichen Gedanken zu Auserstehung und Erlösung. Damit setzte er das letzte Passstück ein, mit dem der Abend als besonderes Ereignis gelang.